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Die Bollatrice des Enrico Dani

Die Dani-Maschine ohne Nummernstempel

Die beiden Stempel der Dani-Maschine sind einzeln entnehmbar, was sich z.B. durch vorkommende Kopfsteher nachweisen lässt. Vacarri erwähnt, dass in einzeln Postämtern (Ferrara, Siena und Treviso) nach 1890 der ursprünglich verwendete "große Kreisstempel" durch einen "quadrierten Kreisstempel" ersetzt worden ist.

ROMA FERROVIA 19.09.1877

Dani Maschinen-Stempel.. Mit kopfstehendem Nummernstempel.

Guglielminetti merkt bei den Sonderstempeln für die Weltausstellung 1906 in Mailand an, dass die von ihm mit den Nummern 07/1906 und 11/1906 bezeichneten Stempel zwischen August und November 1906 mit einer "Duplex"-Stempelmaschine angebracht wurden, welche bewirke, dass immer zwei "gut aufgereihte" Abschläge vorliegen. Die Stempel, die Guglielminetti abbildet, zeigen zwei - im erste Augenschein gleiche - "Kreisstempel im Rostviereck" mit den Inschriften "Milano Esposizione (1)" und "Milano Esposizione (2)". Das diese Stempel mit einem Daguin-Briefstempelapparat angebracht wurden, welche die italienische Post ebenfalls in Besitz hatte, ist exterm unwahrscheinlich, da die für Daguin-Apperate typische Entfernung von 28mm zwischen den Stempelmitten hier mit 32-35 mm deutlich überschritten ist. Im Unterschied zu Daguin-Maschine, wo nahezu ausschließlich Kreisstempel eingesetzt sind, die allerdings durchaus mit nichtparaleller Ausrichtung auftauchen, sind bei der Dani-Maschine die Stempelhalterungen anscheinend arrettierbar, da die Stempelabschläge immer "parallel" auftreten.

Josz

SIENA * 03.09.1896

Dani Maschinen-Stempel. Diese seltene Kombination eines Balkennummernstempels mit einem "Squared Circle" wurde 1896 in Siena abgeschlagen. Ähnliche Abschläge sind u.a. aus Trevisio bekannt.
Im "Il Monitore della Toscana online n.1 - febbraio 2016" (http://www.ilpostalista.it/aspot/online_001.pdf) schreibt Giuseppe PALLINI, dass er nur fünf Abschläge dieses Stempels kennt.

Der Abstand von 28mm ist eher bei den Duplex-Abschlägen von Kreisstempeln im Rostviereck aus den 1890er Jahren zu messen, die mir insbesondere von "Firenze Ferrovia" aber auch von "Napoli Ferrovia" und "Genoa Ferrovia" vorliegen.

Ornaghi führt den bei Guglielminetti als PseudoMec geführten Stempel zur "Esposizione internaz. Milano 1906" als Boll. OED a mano an. Diese Einordnung ist vermutlich falsch, da es sich vermutlich um einen Handhammerstempel handelt. Da Ornaghi aber den nahezu gleich aussehenden, nur längeren " Esposizione internazionale Milano 1906" aus der Bickerdike-Maschine ebenfalls erwähnt, kann es sich nicht um eine Verwechselung handeln. Der im folgenden gezeigte Mehrfachabschlag beweist aber, dass die Dani-Maschine in 1906 betrieben worden ist, und zwar vermutlich elektrisch.

Des weiteren kommen in den Jahren nach 1900 noch Abschläge von Kreisstempeln in Kombination mit einem Kreisstempel im Rostviereck vor.

Josz

FIRENZE * FERROVIA * 27.04.1906

Dani Maschinen-Stempel. Dieser Mehrfachabschlag läßt vermuten, dass die Dani-Maschine, wie in der Literatur angegeben, elektrisch betrieben werden konnte.